Allgemeine Orthopädie

Das Kniegelenk ist das größte Gelenk des menschlichen Körpers.

Für jede Art der Fortbewegung – egal ob schwimmen, Fahrrad fahren, laufen oder springen – brauchen wir ein gut bewegliches Kniegelenk. Knochen und Knorpel sowie angrenzende Muskeln, Bänder, Sehnen und Schleimbeutel

arbeiten eng zusammen, um eine reibungslose Kniebewegung zu ermöglichen.

Wir können unser Knie beugen und strecken und in gebeugtem Zustand auch leicht nach außen drehen. Die Gelenkflüssigkeit dient als Schmiermittel und versorgt den Gelenkknorpel mit Nährstoffen.

Die Knorpelflächen an den Knochenenden und die Menisken verringern die Reibung und puffern einen Aufprall ab.

Durch seine hohe Belastung ist das Knie häufig Verletzungen und Abnützungserscheinungen ausgesetzt.

Meniskus

Die Menisken sind die „Stoßdämpfer“ des Kniegelenkes, deren Funktion in der Druckverteilung, Gelenksführung und der Verringerung der Scherkräfte liegt.

Verletzungen können sowohl den äußeren als auch – deutlich häufiger –, den inneren Meniskus betreffen.

Symptome
Die Schmerzen werden vor allem bei Drehbewegungen und bei Belastung über der betroffenen Seite angegeben. Weiters kann es auch zu Gelenksblockaden und einem Gelenkserguss kommen.

Je nachdem, welcher Meniskus verletzt ist, lassen sich die Schmerzen eher außen am Knie oder nach innen hin lokalisieren.

Symptome bei Schädigung des äußeren Meniskus:

  • Schmerzen bei der Drehung des Knies nach innen (Innenrotation)
  • Druckschmerz am äußeren Kniegelenksspalt (dieser ist mit den Fingern tastbar)
  • Schmerzen beim in die Hocke gehen
  • Gegebenenfalls Schmerzen beim Durchstrecken des Beines

Symptome bei Schädigung des inneren Meniskus:

  • Schmerzen bei der Drehung des Knies nach außen (Außenrotation)
  • Druckschmerz am inneren Kniegelenksspalt (dieser ist mit den Fingern tastbar)
  • Schmerzen beim Aufrichten aus der Hockstellung
  • Schmerzen bei der Kniebeugung

Falls eine konservative Therapie nicht angezeigt ist oder nicht den gewünschten Erfolg bringt, kann eine Knie-Arthroskopie notwendig werden. Bei dieser kann ein Teil des Meniskus entfernt bzw. der Meniskus auch wieder genäht werden. In speziellen Fällen kann auch eine Meniskustransplantation durchgeführt werden.

Gonarthrose

Die Gonarthrose bezeichnet einen Gelenk­verschleiß im Knie. Meistens gibt es dafür keinen konkreten Auslöser, die Knie­gelenke wurden einfach zu sehr belastet. Dabei kommt es zu einer Abnützung der Gelenk­flächen mit einem Aufbrauchen des Gelenks­knorpels und Anbau von Knochen­auswüchsen (Osteophyten). Dies kann sehr schmerzhaft sein und auch zu wieder­kehrenden Gelenks­ergüssen führen.

Symptome
Die Betroffenen berichten über Knie­schmerzen, zum Bei­spiel beim Treppen­steigen. Bei fort­geschrit­tener Gon­arthrose können auch Dauer­schmerzen auftreten. Das Knie­gelenk ist weniger beweg­lich, oftmals zeigen sich Gelenks­ergüsse. Gang­unsicher­heit kann sich ein­stellen.

Bei vielen Patienten sind die Knie­schmerzen auch witterungs­abhängig. Sie ver­stärken sich zum Bei­spiel bei kaltem oder nassem Wetter. Die Betroffenen berichten dann von „Wetter­fühligkeit“.

Konservative Therapie
Hier kann mittels folgender Therapien eine Linderung der Schmerzen erzielt werden:

  • Physiotherapie
  • Schmerztherapie
  • „Knorpelaufbau-Kuren“
  • Infiltrationen

Operative Therapie
Sollte die konservative Therapie keine anhaltende Besserung bringen, ist es möglich, das Kniegelenk im Rahmen eines operativen Eingriffs durch ein künstliches Kniegelenk zu ersetzen.

MyKnee®

Mittels einer speziellen Computertomographie wird ein 3D-Modell des Kniegelenkes und – im Rahmen einer exakten computerbasierten Planung – auf den Patienten abgestimmte

Schablonen zur perfekten Positionierung der Prothese erzeugt. Dies ermöglicht nicht nur eine schnellere und sichere Operation, sondern gewährleistet auch eine perfekte Positionierung der Prothese.

Diese Technik wurde an unserer Abteilung im Herz-Jesu Krankenhaus Wien mitentwickelt.

Das Herz-Jesu Krankenhaus ist ein zertifiziertes Endoprothesen-Zentrum.

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